Hans Ruschel, geboren am 27. April 1934, war Initiator, prägendes Mitglied und inspirierender Mentor der Künstlergruppe Bisttal e.V.
Über viele Jahre hat er das künstlerische Leben der Gemeinschaft mit außergewöhnlichem Engagement, Menschlichkeit und schöpferischer Kraft bereichert. Seine vielseitige Begabung, seine Offenheit für neue Ideen und seine große Verbundenheit mit der Kunst machten ihn zu einer Persönlichkeit, die weit über unsere Gruppe hinaus geschätzt und verehrt wurde. Er war nicht nur ein herausragender Künstler, sondern immer auch Ideengeber, Freund, Förderer und unerschöpfliche Quelle der Inspiration für viele Menschen.
Hans Ruschel hinterlässt bleibende Spuren. Sein Geist, seine Kreativität und seine tiefe Menschlichkeit werden in unserer Erinnerung weiterwirken. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Auf Initiative von Hans Ruschel erfolgte 2007 die Gründungsversammlung und die ersten öffentlichen künstlerischen Aktivitäten.
Der 1. Überherrner-Kultursommer 2009 mit einem ganzjährigen Programm erregte landesweit große Aufmerksamkeit. Mitglieder des Vereins boten vielfältige Kurse und Workshops – wobei sogar farbenfrohe »Nanas« entstanden sind.
Darüber hinaus stellten Mitglieder der Gruppe ihre Werke erfolgreich sowohl in Einzel- als auch in Gemeinschaftsausstellungen an unterschiedlichen Orten aus.
Anlässlich des Partnerschaftsjubiläums in L’Hôpital wurde mit französischen KollegInnen eine grenzüberschreitende Ausstellung organisiert, die ebenfalls zum Erfolg des Vereins beitragen konnte.
Mitglieder der Künstlergruppe engagierten sich auch mehrfach in der Erweiterten Realschule Überherrn. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Thomas Burg entstand zudem – gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern – ein Relief für den Sitzungssaal des Rathauses.
Bis heute ist die Künstlergruppe aktiv. Immer wieder gab und gibt es Einzel- oder Gruppenausstellungen der Künstler und KünstlerInnen im Rathaus in Überherrn-Bisten.
Neben den Ausstellungen, die überwiegend in Innenräumen stattfinden, sind es auch und vor allem die Darstellungen, Aktivitäten und Präsentationen im öffentlichen Raum, die das Publikum zu begeistern wissen und die Aufmerksamkeit auf die Künstlergruppe Bisttal e.V. zu lenken vermögen.
Viele weitere künstlerische Aktivitäten sind öffentlich zu bewundern, so – um nur einige zu nennen – die Bemalung des Trafohauses am Helmut Bulle Platz (Linie 9).
Oder die Steine, bemalt mit Landsknechten, prominent platziert am Ortseingang von Berus.
Oder eine Märchenkulisse, »Schneewittchen und die 7 Zwerge«, die zu einer Wanderausstellung wurde
und in der Adventszeit zur Freude aller an verschiedenen Stellen des Ortes positioniert wird.
Ganz aktuell ist die Darstellung der Figurengruppe aus Cortenstahl unter dem Titel »Warten auf den nächsten Zug«, aufgestellt am Bahnhof Überherrn.
Die Presse berichtete ausführlich über die festliche Einweihung. Hier zum Nach-Lesen und hier gibt es viele fotografische Impressionen dazu.
Vorüberlegungen von Hans Ruschel zu der Gestaltung
1.
Zum Namen:
Das Bisttal ist eine mäanderartige Aue, die, wie bei Auen üblich, entlang des Ufers mit verschiedenen Au-Bäumen bewachsen ist.
2.
Zur Gestaltung:
Das Emblem soll einen Landschaftsbezug haben und der Vielfalt der Kunstrichtungen Rechnung tragen.
Der Vereinsname soll im Emblem enthalten sein.
Die Gestaltung des Emblems:
Der Fluss wird in geschwungener Form und in verschieden Blautönen gestaltet und soll an das Mäandermuster erinnern.
Die Au-Bäume werden aus grünen Kreisflächen gebildet. Die unterschiedlichen Kunstrichtungen werden mit gefärbten Kreisen um das Fluss-Mäander dargestellt.
Das fertig gestaltete Emblem