Die Vorüberlegung:
Am Ortseingang von Berus trifft der Staßenverkehr – von Ittersdorf kommend – ungebremst auf den Ort. Um den Verkehr zu verlangsamen, werden für die Gestaltung des Ortseinganges vier Überlegungen verwirklicht.
1.
Die Lage des Ortes auf der Muschelkalkhöhe Saargau:
Überall auf den Feldern der Muschelkalkhöhe liegen Kalksteine in allen Größen. Kalkstein soll bei der Planung berücksichtigt werden.
Skizzen von Mitgliedern der Künstlergruppe Bisttal e.V.
2.
Geschichte/Legende des Ortes :
Wärend des 30-jährigen Krieges belagerten die Schweden Berus. Als den Bewohnern die Nahrung
knapp wurde, schlachtete man den letzten Esel, nähte in dessen Fell den letzten Sack Korn und katapultierte den Beutel zu den Schweden hinüber.
Darauf überlegten die Schweden: »Wenn die noch soviel Nahrung übrig haben, dass sie uns damit beschießen können, müssten wir die Belagerung noch Wochen weiterführen, dass würde uns zu viel Zeit kosten!« Und zogen von Berus ab.
In Erinnerung daran sollten Landsknechte auf die Kalksteine gemalt werden, die dem Ort den Rücken zukehren.
3.
Die Verlangsamung des Verkehrs:
Damit die Steine gut sichtbar sind, sollen sie eine Höhe von ca. 2 Metern haben und etwa 2 Meter vom Wegerand entfernt in einer Reihe aufgestellt sein.
4.
Die Bemalung der Steine:
Auf die Steine werden abziehende Landsknechte gemalt, die dem Ort den Rücken zuwenden.
Der Letzte dreht sich noch einmal um und schaut zum Ort zurück. Die Art der Bemalung soll an den Holzstich, die damals allgemein gebräuchliche Methode der Vervielfältigung, erinnern.
Zur Anwendung kommen nur schwarze Linien, und weiß für Metalle sowie sparsam eingesetztes Braun zur Betonung.
Die hier gezeigten Bilder stellen einen Ausschnitt der Arbeit dar. Es gab dazu auch eine kleine Feier mit Bürgermeister Bernd Gillo, der Bürgerwerkstatt Berus und der Fördergemeinschaft Teufelsburg.
Die Fördergemeinschaft Teufelsburg e.V. spielte das Geschehen aus dem 30-jährigen Krieg mit einem Augenzwinkern wunderbar nach.
Eine spannende Geschichte aus dem 30ig-jährigen Krieg am Ortseingang von Berus
Die Saarbrücker Zeitung berichtete: